Die
manuelle Therapie ist eine spezielle Behandlungstechnik, die bei
Funktionsstörungen des Bewegungsapparates (Gelenke, Muskeln und Nerven)
Anwendung findet. Diese Funktionsstörungen werden durch Fehl- und Überbelastung
ausgelöst, die bei Nichtbehandlung zu strukturellen Veränderungen im Körper
führen können. Das Zusammenspiel der funktionellen Einheit Gelenk/Muskel/Nerv
ist dann gestört und verursacht Beschwerden.
Im
menschlichen Körper finden stetig Umbau- und Regenerationsvorgänge statt, die
durch die manuelle Therapie aktiviert und unterstützt werden können. So wird zum
Beispiel durch Traktion ein leichter Unterdruck im Gelenk erzeugt, indem die
Gelenkflächen vorübergehend voneinander entfernt werden. Hierdurch wird die
innerste Haut der Gelenkkapsel angeregt, mehr Gelenkflüssigkeit zu produzieren.
Diese Flüssigkeit wird benötigt, um den Knorpel zu ernähren und ein
verbessertes Gleiten der Gelenkpartner zu ermöglichen. Zudem erfährt der
Patient eine Schmerzlinderung durch die Gelenkentlastung, die letztendlich auch
eine Entlastung für die empfindlichen Kapselrezeptoren bedeutet.