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Das Sprunggelenk

In jedem Alter können «Fehltritte» wie Verstauchungen oder Umknicken das obere Sprunggelenk belasten und zu Bänderverletzungen und Knochenbrüchen führen.


Knorpeldurchblutungsstörungen treten vor allem bei Jugendlichen gelegentlich auf und blockieren das Gelenk. Selten entwickelt sich im oberen Sprunggelenk ohne vorhergehende Knorpelverletzungen auch eine Abnutzung (Arthrose).

 

Nach einer Verletzung bitte das Gelenk ruhig stellen (Bandage) und kühlen!


Als Faustregel gilt: Kann der Betroffene das Sprunggelenk voll belasten, so ist eine Knochenverletzung eher unwahrscheinlich.

Anatomie

Das Sprunggelenk wird hauptsächlich in oberes (Aussenband, Innenband, Bänder Schienenbein/Wadenbein) und unteres Sprunggelenk (Sprung- und Fersenbein) aufgeteilt.

Bandverletzungen

«Knicken» Sie um und eine deutliche Schwellung unterhalb des Aussenknöchels ist die Folge, haben Sie möglicherweise das Sprunggelenk und die Aussenbänder verletzt.


Im Idealfall können die Bänder mit Hilfe einer Schiene wieder verheilen. Bei wiederholtem Umknicken wird meist eine operative Rekonstruktion der Bänder notwendig (durch Nähen, Verstärken oder Ersetzen).

Knöchelbrüche

So wie wir verschiedene Knochen haben, kommt es auch zu verschiedenen Brucharten. Knöchelbrüche sind allerdings manchmal von einer Verstauchung schwer zu unterscheiden.

 

Bei zusätzlichen Verrenkungen des betreffenden Gelenks ist rasches Beheben angeraten, um Durchblutungs- oder Nervenschäden zu vermeiden. Im Zweifelsfall sollte immer ein Röntgenbild in zwei Ebenen angefertigt werden.

 

In der Regel dauert es rund acht Wochen, unabhängig von der Therapieform, bis ein Knochenbruch als stabil verheilt bezeichnet werden kann.

Fersensporn (Fasciitis plantaris)

Stechender Schmerz beim Auftreten und/oder dumpfer Schmerz im Fersenbereich lassen auf einen sogenannten Fersensporn schliessen.


Dieser resultiert aus einer Fehl- oder Überbelastung als dornartige knöcherne Ausziehung am tiefsten Punkt der Ferse und ist Ausdruck einer überbeanspruchten Sehnenplatte bzw. einer abgelaufenen Entzündung (siehe Abbildung). Oftmals ist die Diagnose gekoppelt mit einer deutlichen Verkürzung der Wadenmuskulatur.

 

Dehnungsübungen, entzündungshemmende Massnahmen und Einlagen können hier helfen. Des Weiteren hat die Stosswellenbehandlung sehr gute Erfolge gezeigt und kann in der Regel eine operative Behandlung vermeiden helfen.

Achillessehnen-Beschwerden (Achillodynie)

Schwellungen und Schmerzen sind auf eine Überbelastung/Entzündung des Gewebes (Sehnenscheide/Achillessehne/Beutel) zurückzuführen. Häufige Entzündungen verändern die Elastizität der Achillessehne und können in der Folge zu einem Teilriss oder Abriss führen.

 

Patienten mit bestehenden Grundleiden wie Diabetes und Rheuma leiden häufiger an Achillessehnenbeschwerden. Das oberste Ziel hier ist die Bekämpfung der Ursache der Entzündung. 

Haglund-Ferse

Das Überbein (Volksmund) oder die «Haglund-Ferse» (chronische Entzündung des Schleimbeutels und/oder der Achillessehne) machen das Tragen von Schuhen oft unmöglich und schränken die persönliche Bewegungsfreiheit stark ein.


Hier können vor allem physiotherapeutische wie auch medikamentöse Massnahmen eingesetzt werden; zum Beispiel kann die Behandlung mit niederenergetischen Wellen sehr effizient das Gewebe zur Selbstheilung anregen.

 

Sollten diese Therapieformen versagen, wird in der Regel die operative Entfernung des störenden Knochenanteils mit dem Patienten erörtert, wobei die anschliessende Ruhigstellung und Entlastung unbedingt erforderlich ist.