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Das Hüftgelenk

Allgemein

Beschwerden am Hüftgelenk wie auch Entzündungen des darüberliegenden Schleimbeutels sind keine Frage des Alters.

Bereits im Säuglingsalter (Hüftdysplasie), in der Kindheit (Durchblutungsstörungen/Ablösung des Hüftkopfes) und bei Jugendlichen (Verletzungen/Missverhältnis der Gelenkpartner) kann es zu Beschwerden kommen.      

                                                          

Die Abnützung (Coxarthrose) und die oft als Leistenschmerzen wahrgenommenen Beschwerden – auch Knie und Gesäss können betroffen sein – erfolgen in der Regel erst nach dem 50. Lebensjahr. Sollten solche Symptome vorliegen, ist es ratsam, bei einer klinischen Untersuchung ein Röntgenbild anfertigen zu lassen.


Anatomie                                                                                                  

Abnutzung des Hüftgelenks (Coxarthrose)

Dank des aufrechten Ganges werden unsere unteren Extremitäten enorm belastet. In der Folge wird das menschliche Hüftgelenk wesentlich eher abgenützt als das Schultergelenk. Das beginnt symptomlos bereits mit 30 bis 40 Jahren und ist nicht rückgängig zu machen.


Einseitige oder vorzeitige Abnutzung (durch Frakturen, Dysplasien, Durchblutungsstörungen, Medikamente) dagegen erzeugt Beschwerden, die die Lebensqualität einschränken.


Ziel ist nun, diese Abnutzung zu verlangsamen, wobei der einzige Weg oft ein künstliches Hüftgelenk ist. Dank der Fortschritte in der Orthopädie liegt die Lebensdauer eines solchen Gelenkes bei einem problemlosen Verlauf bei ca. 20 – 30 Jahren. Unser Team bevorzugt die zementfreie Fixation und operiert mit der minimalinvasiven Technik.


Wir informieren Sie gern in einem persönlichen Gespräch.


Engpassyndrom der Hüfte (Impingement)

Betroffen sind hierbei vor allem jüngere, sportlich aktive Patienten zwischen 20 und 40 Jahren. Drei Typen werden unterschieden – je nach Lokalisation.


Der Patient hat belastungsabhängige Schmerzen und Bewegungseinschränkungen «Einsteifen der Hüfte». Diese Beschwerden werden durch Kollision des Knochenvorsprungs am Schenkelhals mit der Pfanne «Cam-Impingement» wie auch aus der Lage der Pfanne «Pincer-Impingement» hervorgerufen. Einerseits wird die Gelenklippe immer wieder verletzt, andererseits wird der Hüftkopf wie eine Zange von der Pfanne umschlossen und abgenutzt. Die Kombination der beiden genannten Formen tritt in 80 Prozent der Fälle auf.


Physiotherapeutische Übungen mit entzündungshemmender Therapie bilden die primäre Behandlung. Sollten die Beschwerden anhalten, kann der Knochenvorsprung am Schenkelhals operativ geglättet werden.